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Termine

Fraktionssitzungen

Die nächste Termine

Dienstag, 18.10.2022
Dienstag, 22.11.2022

jeweils um 19:00 Uhr

Unsere Fraktionssitzungen finden im Mittelpunkt statt (Eingang gegenüber der Bibliothek). Wir freuen uns sehr über interessierte Besucherinnen und Besucher! Bitte vorher kurz anmelden per Mail an vorstand@gruene-ditzingen.de.


Der nächste Stammtisch

Mittwoch, 28. 09. 2022 um 19:00 Uhr
Schützenhaus Hirschlanden (Schellweg 1)

Wir laden herzlich ein! Willkommen ist auch, wer sich für grüne Politik interessiert und uns kennenlernen möchte: Bitte per Mail an vorstand@gruene-ditzingen.de  anmelden.

 


Stadtradeln: Heiße Wochen in Ditzingen

Was ist eigentlich „schönes Wetter“? Der Juli 2022 mit seinen rekordverdächtigen Temperaturen war fürs Radfahren eine Herausforderung. Doch in Zeiten des Klimawandels ist das Fahrrad für die Verkehrswende und die CO2-Bilanz wichtiger denn je. Diese Erkenntnis setzt sich langsam durch und hat vielleicht dazu beigetragen, dass Stadtradeln noch populärer wird. Entscheidend ist für viele aber sicherlich die unmittelbare Erfahrung: Radfahren macht Spaß, es ist spürbar gesund, Radfahren ist praktisch und kann auch sehr kommunikativ sein. So setzt der Erfolg des Stadtradelns in jedem Fall ein Zeichen für einen anhaltenden positiven Trend. Auch in Ditzingen: Mit 59.362 gefahrenen Kilometern insgesamt haben wir das Ergebnis von 2021 weit übertroffen.

Das Grüne Team war auch diesmal wieder bestens aufgestellt. Die 24 aktiven Radlerinnen und Radler haben als eine der stärksten Gruppen in Ditzingen mehr als 6.400 Teamkilometer zusammengetragen. Kompliment und Dank an Jede und Jeden fürs Mitmachen – und für den oft sehr sportlichen Einsatz bei „schönstem“ Wetter! Glückwunsch aber auch an sämtliche anderen Teams! Namen und Slogans wie „Mehr Fahrrad fahren für die Umwelt“ und „Alltagsradler*innen“, nicht zuletzt „Radeln mit Genuss“ zeigen, was wohl alle verbindet. Denn das gemeinsame Ziel sollte ein Stadtradeln immer vom 1. Juli bis zum 30. Juni sein. Voraussetzung dafür wären allerdings deutlich bessere Bedingungen zum Radfahren, mehr Radwege, mehr Raum und Sicherheit im Ditzinger Stadtverkehr, Aufstellflächen, Radbügel … Für all dies werden wir uns als Grüne in Ditzingen weiterhin engagiert einsetzen, und wir freuen uns über jede Unterstützung!

Ulrich Steller
12. August 2022

 


Fahrrad trifft auf Auto

Die letzte Woche des STADTRADELNs läuft. Auch jetzt noch können Sie sich beim Team der Grünen Ditzingen unter www.stadtradeln.de > Ditzingen > Grünes Team anmelden! Wir wünschen viele schöne Momente mit dem Rad und hoffen, dass Sie entgegen unserer Überschrift kein Auto wirklich physisch treffen. Doch leider ist es Realität, dass es innerorts häufiger zu schweren Unfällen unter Beteiligung von Radfahrer*innen und Autofahrer*innen kommt. Statistisch gesehen kommt bei Unfällen unter Beteiligung von Rad und PKW den Abbiegevorgängen besondere Bedeutung zu. PKW-Fahrer vergessen hier viel zu oft den Schulterblick oder biegen trotz Sichtbehinderungen ab.
Der häufigste Fehler, den Radfahrende in diesem Zusammenhang begehen, ist das Fahren in falscher Richtung oder auf dem Fußgängerweg. Um Unfälle zu vermeiden, sollten Radfahrer*innen sich an die Straßenverkehrsordnung halten, an Kreuzungen besonders aufmerksam sein und zur eigenen Sicherheit auch einmal auf ihr Vorfahrtsrecht verzichten. Wir wünschen Ihnen eine allzeit sichere Fahrt!

Simone Rathfelder

 

Fahrrad trifft auf Traktor

Über Radwege ist Ditzingen mit verschiedenen Orten in der Umgebung verbunden. Oft führen aber auch Feldwege an den gewünschten Zielort, die von Radfahrenden auch gerne genutzt werden. Ebenso befahren werden diese von Traktoren, so dass es hier auch schnell zu Interessenskonflikten kommen kann. Anlässlich des STADTRADELN- Wettbewerbs vom 01.-21.07. möchten wir uns Gedanken zu einem positiven Miteinander im Verkehr machen, um Konflikte zwischen Verkehrsteilnehmer*innen zu vermeiden.

Besonders auf den engen Feldwegen gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme: Platz machen sollte, wer leichter Platz machen kann. Dies sind oft die schmaleren und wendigeren Radfahrer*innen. Am sichersten ist es, neben dem Feldweg anzuhalten und den Traktor überholen zu lassen. Helfen kann es auch, dem Traktorfahrenden ein klares Zeichen zu geben, dass er überholen kann. Wo aber ein sicheres Überholen nicht möglich ist, sollte der Traktorfahrer darauf verzichten. Gegenseitige Rücksichtnahme kann beim Zusammentreffen von Traktoren und Radfahrern schwere Unfälle vermeiden. Sie haben auch Lust bekommen, mal wieder einen Feldweg entlangzufahren und die Natur zu bewundern? Dann melden sie sich doch einfach beim offenen Team der Grünen Ditzingen an unter www.stadtradeln.de > Ditzingen > Grünes Team! Das ist auch jetzt noch möglich.
Simone Rathfelder

 

Fahrrad trifft auf Hund

Auch dieses Jahr nehmen die Grünen Ditzingen als offene Gruppe beim STADTRADELN teil. STADTRADELN ist ein Wettbewerb, bei dem es darum geht, vom 1. bis 21 Juli möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Wer mitmachen möchte, meldet sich gerne an unter www.stadtradeln.de > Ditzingen > Grünes Team! Obwohl Fahrradfahren eine umweltfreundliche und ausgesprochen leise Fortbewegungsart ist, fällt immer wieder auf, dass sich trotzdem andere Verkehrsteilnehmende durch Radfahrer*innen gestört fühlen. Aus diesem Grund wollten wir das STADTRADELN zum Anlass nehmen, um Ideen und Verhaltenstipps für ein möglichst reibungsloses und konfliktarmes Miteinander im Straßenverkehr zu geben.

Beginnen möchten wir unsere kleine Serie mit einer Gruppe, die bei Radfahrer*innen mitunter auch schon zu erhöhter Herzfrequenz und Tretgeschwindigkeit geführt hat: Hundebesitzer*innen und hier besonders deren Vierbeiner. Viele Radfahrer*innen haben schon die Bekanntschaft gemacht mit Hunden, die, nicht angeleint, Jagd machen auf stramme Radlerwaden. Was können Radfahrer*innen tun, um sich selbst, aber auch den Hundebesitzern und Hundebesitzerinnen Herzrasen zu ersparen? Machen Sie einfach schon sehr frühzeitig mit Klingeln auf sich aufmerksam. Dann haben Herrchen oder Frauchen ausreichend Zeit, ihren Liebling an die Leine zu nehmen, und so können sich alle ganz entspannt begegnen. Manche Radfahrer berichten, dass sie Angst haben, dass der Hund sich erschrickt, wenn sie klingeln. Es ist jedoch genau anders herum: Manchmal bemerken Hunde, trotz ihres guten Gehörs, die leisen, schnellen Radfahrer erst, wenn diese schon sehr nah sind, was den Hund erst recht erschreckt. Deshalb gilt hier, übrigens genauso wie bei Fußgängern, dass es am besten ist, wenn wir als Radfahrer schon aus weiter Entfernung auf uns aufmerksam machen. So können andere rechtzeitig auf uns reagieren, und es wird Stress und Ärger auf beiden Seiten vermieden.

Simone Rathfelder

 

 

RegioRad - so einfach geht’s!

Im Sommer wird das neue Lastenrad von RegioRad an den Ausleihstationen in Ditzingen und den Stadtteilen zur Verfügung gestellt werden. Mit der Möglichkeit auch große und / oder schwere Lasten zu transportieren erhält das Angebot von RegioRad eine interessante Erweiterung. Trotz des ansprechenden RegioRad-Angebots könnten noch mehr Ditzinger Bürger*innen das RegioRad nutzen. Einsatzmöglichkeiten für die RegioRäder, die sich am Ditzinger Bahnhof, der Innenstadt und allen Stadtteilen befinden, gibt es viele:

  • Das Ausleihen für Freunde, die zu Besuch sind und sich auf dem Fahrrad die schöne Umgebung erschließen wollen

  • Fahrten vom Ditzinger Bahnhof zu den Stadtteilen, wenn am Wochenende der Bus nur im Stundenrhythmus fährt. Bei der Nutzung der Pedelecs legt man die Strecke fast ebenso schnell zurück, wie wenn man mit dem Bus gefahren wäre.

  • Beim Einkaufsbummel in der Ditzinger Innenstadt hilft das RegioRad dabei, anfallende Strecken schnell zu überwinden.

Für Besitzer*innen einer polygoCard ist die Nutzung der ersten halben Stunde eines RegioRad-Fahrrads kostenlos. Beim Pedelec sind es die ersten 15 Minuten – innerhalb dieser Zeit schafft man zum Beispiel die Strecke vom Bahnhof bis nach Schöckingen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass der Besitz einer polygoCard nicht an ein VVS-Abo gebunden ist. Eine kostenfreie polygo-Karte kann zum Beispiel bei www.mypolygo.de beantragt werden. Die Jahresgebühr fürs RegioRad beträgt dann 3 Euro – und die bekommt man als Fahrtguthaben gleich wieder gutgeschrieben. Beim Light-Tarif gibt es keine Jahresgebühr. Leicht ausleihen lassen sich die RegioRäder, wenn man sich die RegioRad-App aufs Handy lädt. Alle Tarifinfos gibt es auch unter https://www.regioradstuttgart.de/de/tarife. Probieren Sie es doch einfach einmal aus. Wir wünschen allzeit gute Fahrt!

Simone Rathfelder

 

 

CO2-Fasten für mehr Klimaschutz

Jede Woche in der startenden Fastenzeit möchten die Grünen Ditzingen Ihnen eine Challenge zum CO2-Fasten präsentieren. Sie bekommen von uns eine kleine Herausforderung gestellt, die Sie in der aktuellen Woche umsetzen können. Ob es eine klimafreundliche Ernährung, der Versuch, beim Einkaufen das Plastik zu vermeiden oder ein Verzicht aufs Autofahren ist, wir freuen uns über Jede*n, der sich mit uns zusammen den Challenges stellt. Ziel der gesamten Herausforderungen ist es, möglichst viele Anregungen zum Klimaschutz auszuprobieren und diese am besten auch nach der Fastenzeit beizubehalten. Dabei ist klar, dass das Thema Klimaschutz inzwischen schon in den meisten Köpfen angekommen ist und viele von uns bereits gut auf den Umgang mit unseren Ressourcen achten. Wir möchten trotzdem sowohl Neueinsteiger als auch alte Hasen in Sachen CO2-Sparen herausfordern. Es lohnt sich für Jede*n, zu schauen, wo man steht, und ob man nicht doch (wieder) etwas mehr für den eigenen ökologischen Footprint tun kann. Wir sind natürlich gespannt darauf, was die Challenges mit Ihnen machen. Gerne dürfen Sie uns von Ihren Erfahrungen berichten.

Simone Rathfelder

Mein Abdruck in dieser Welt

1. Challenge:

Die Grünen Ditzingen möchten Sie gerne durch die Fastenzeit 2022 mit kleinen Challenges begleiten. Wir hoffen, Sie nehmen unsere Herausforderung an. Die erste Challenge lautet: Berechnen Sie Ihren CO2-Fußabdruck und überlegen Sie sich Möglichkeiten, wie Sie ihn verringern können. Ein CO2-Fußabdruck berechnet die Menge an CO2 (und anderen Treibhausgasen), die eine Person im Laufe eines Jahres durch ihre Aktivitäten verursacht. Angeschaut werden hier verschiedene Bereiche, wie beispielsweise Wohnen, Mobilität, Ernährung und Konsum. In Deutschland verursacht Jede*r im Laufe eines Jahres durchschnittlich etwa elf Tonnen CO2 Emissionen. Damit gehört Deutschland zu den Top Ten der weltweit größten CO2-Verursacher. Verträglich für unser Klima wäre etwas unter einer Tonne CO2 pro Kopf und Jahr. Und deshalb heißt es nun: Mal schauen, wo ich stehe und wo ich selbst CO2 einsparen kann, z.B. mit dem Klimarechner des WWF. Starten Sie gleich mit der ersten Challenge: Berechnen Sie Ihren aktuellen Footprint und überlegen Sie, wo Sie noch Einsparpotential haben. Gerne dürfen Sie uns Ihre Gedanken und Erkenntnisse an simone.rathfelder@ditzingen.de schreiben. Wir wünschen viel Spaß!

Simone Rathfelder

Du bist, was du isst: Sei klimaneutral!

2. Challenge:

Ein Blick auf die eigene Ernährung ist häufig Teil des klassischen Fastens – so auch beim CO2-Fasten. In Deutschland ist die Ernährung für ein Fünftel aller klimaschädlichen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Deshalb beschäftigt sich die CO2-Challenge der Grünen Ditzingen in dieser Woche mit dem Thema Ernährung. Die sechs klimaschädlichsten Lebensmittel sind: Butter – der Klimakiller Nr.1 ist zwar vegetarisch, jedoch werden für die Herstellung von einem Kilo Butter 18 Liter Milch benötigt. Die Kühe brauchen deshalb große Mengen Weidefutter, bei dessen Herstellung extrem viele Treibhausgase freigesetzt werden, und die Tiere stoßen bei ihrer Verdauung das sehr schädliche Methangas aus. Aus denselben Gründen ist dann auch Rindfleisch eines der klimaschädlichsten Nahrungsmittel. Weitere sehr klimaschädliche Lebensmittel sind Sahne und Käse.

Wählen Sie nun aus den unten genannten Aufgaben die Challenge, die Sie persönlich fordert (aber nicht überfordert) und probieren Sie konsequent diesen Ernährungsstil eine Woche lang aus.

-  Ich ernähre mich eine Woche lang ohne Butter.
-  Ich ernähre mich eine Woche vegetarisch.
-  Ich ernähre mich eine Woche vegetarisch und ohne Butter.
 - Ich ernähre mich eine Woche vegan.

Nehmen Sie die  Herausforderung an? Wir freuen uns über Ihre Gedanken und Berichte.
Bitte schreiben Sie an: simone.rathfelder@ditzingen.de
Simone Rathfelder

Wohnst du schon oder heizt du noch?

3. Challenge:

Die heutige CO2-Fasten-Challenge der Grünen Ditzingen beschäftigt sich mit dem Thema Heizen. Durch die direkten und indirekten Emissionen, die beim Heizen entstehen, ist die Heizung für rund 60% des CO2-Ausstosses im Haushalt verantwortlich. Eine Faustformel besagt, dass mit der Reduktion der Zimmertemperatur um ein Grad Celsius man 6% Heizkosten sparen kann.

Die Challenge für diese Woche lautet: Messen Sie in jedem Zimmer die Temperatur und vergleichen Sie sie mit den nachfolgenden Richtwerten:

  • Schlafzimmer: 17° bis 18° Celsius
  • Küche: 18° Celsius
  • Wohnbereiche: 20° bis 22° Celsius
  • Bad: 22° Celsius
  • Nachts sollte in allen Wohnräumen die Temperatur um vier bis fünf Grad abgesenkt werden

Oder haben Sie die Idealwerte schon erreicht? Dann dürfen Sie sich ruhig einmal loben! Die Werte sind noch nicht erreicht? Dann regulieren Sie diese über Ihre Heizventile und probieren in der kommenden Woche, ob Sie nicht auch mit den aufgeführten „Idealtemperaturen“ auskommen. Tipp 1: Mit einem Thermostatventil können Sie die Temperatur konstant regulieren. Sollten Ihre Thermostatventile schon sehr alt sein, wäre doch jetzt ein guter Zeitpunkt, sie auszutauschen. Auch durch den Wechsel auf ein modernes Thermostatventil lässt sich Energie einsparen. Fragen Sie hier gerne einen Fachmann um Rat. Tipp 2: Die Nachtabsenkung nehmen Sie am einfachsten direkt an der zentralen Bedieneinheit des Heizkessels vor. Wenn Sie die Einstellungen angepasst und Sie relativ moderne Thermostatventile haben, haben Sie auch schon die Challenge für diese Woche bestanden. Wir freuen uns über Ihre Gedanken und Berichte. Bitte schreiben Sie an: simone.rathfelder@ditzingen.de

Simone Rathfelder

Schluss mit dem Plastikwahn!

4. Challenge

Mit 14 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr sind wir in Deutschland Europameister im Plastikverbrauch. Und leider ist kein Ende in Sicht. Deshalb lautet unsere Challenge: Versuchen Sie diese Woche ganz bewusst (noch mehr) auf Plastik zu verzichten.

Suchen Sie im Einkaufsladen bewusst die Produkte, die ohne Plastikverpackung auskommen. Zum Beispiel sind manche Nudeln und Linsen nicht in Plastik oder Blech sondern in Papier verpackt, oder Sie greifen zu Ketchup in der Glasflasche. Eine gute Möglichkeit, sich plastikfrei einzudecken, sind Hofläden und Wochenmärkte. Hier bekommen Sie meist auch regionale und saisonale Produkte. Und nicht vergessen: Bringen Sie selbst die Taschen für den Transport Ihre Einkäufe mit.

Setzen Sie bei Ihren Einkäufen auf Mehrweg statt auf Einweg. Zum Beispiel können Sie auch Joghurt und Milch in Pfandflaschen kaufen. Auch bei Getränken sollten Sie bewusst zur Mehrwegflasche greifen.

Kosmetika und Putzmittel lassen sich einfach und kostengünstig aus wenigen Zutaten selbst herstellen – alles (mikro-)plastikfrei. Falls Sie hierfür Rezeptideen möchten, schreiben Sie uns einfach an.

Wir wissen, dass diese Challenge, selbst für „alte Hasen“ eine echte Herausforderung ist, weil Plastikverpackungen einfach ein selbstverständlicher Bestandteil unseres Alltags geworden sind. Es erscheint fast unmöglich, dem Müllwahnsinn vollständig aus dem Weg zu gehen. Häufig bedeutet der Verzicht auf Plastik auch, dass man auf manche Produkte ganz verzichten muss, in mehreren Läden einkaufen geht oder aufwändiger (aber meist gesünder und leckerer!) kocht. Es lohnt sich aber, hier Anstrengungen zu unternehmen. Schreiben Sie uns doch, wie es Ihnen mit der Plastikfrei-Challenge ergeht.

Simone Rathfelder

Wasser marsch!

5. Challenge

Heute gibt es beim Klimafasten der Grünen Ditzingen eine weitere Challenge mit der Möglichkeit, einfach viel CO2 einzusparen. Statt mit Cola, Fanta oder Mineralwasser in Flaschen, löschen Sie Ihren Durst diese Woche doch einfach mal mit Wasser aus der Leitung: das ist das kostengünstigste und umweltfreundlichste Getränk.

Getränke in Flaschen werden teilweise über mehrere hundert Kilometer transportiert. Auch Mehrwegflaschen werden rücktransportiert und müssen gespült werden. Dies alles braucht Rohstoffe und Energie, die man bei der Verwendung von Leitungswasser sparen kann. Und billiger ist das kühle Nass aus dem Wasserhahn sowieso.

Sie haben Bedenken, was die Qualität des Wassers betrifft? Leitungswasser ist das am strengsten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Für Wasser aus der Leitung gelten deutlich mehr Vorschriften als für Mineralwasser, z. B. Grenzwerte für Pestizide und Uran. Ob aufgesprudelt oder still: Frisches Trinkwasser aus der Leitung besitzt in Deutschland sehr gute Qualität, man kann es nahezu ausnahmslos ohne Bedenken trinken. Bitte beachten Sie aber: Trinkwasser, das länger als vier Stunden in der Trinkwasser-Installation gestanden hat, sollte nicht zur Zubereitung von Getränken und Speisen genutzt werden. Lassen Sie dieses Wasser zuerst ablaufen. Bitte senden sie uns auch diese Woche wieder Ihre Erfahrungsberichte.

Simone Rathfelder

Diese Woche bleibt das Auto stehen!

6. Challenge

Verkehr ist einer der großen Verursacher von Treibhausgasen in Deutschland. Viele der von uns getätigten Autofahrten sind Kurzstrecken von weniger als 5 km. Solche Strecken können wir jedoch auch einfach zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Unsere Challenge für diese Woche: Lassen Sie doch einfach das Auto bei Kurzstrecken stehen. Für größere Strecken probieren Sie doch mal die Öffentlichen Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften aus. Klingt einfach, kann es auch sein. Überwinden Sie die eingefahrenen Gewohnheiten und verzichten Sie ganz bewusst auf Ihr Auto. Und noch eine kleine Motivation für alle Autoliebhaber*innen: Kurzstrecken sind Gift für den Motor, ganz gleich, ob man einen Diesel oder Benziner fährt. Also packen Sie es an und berichten Sie uns gerne darüber.

Simone Rathfelder



Viele Spenden: Vielen Dank!

Um die vorhandene Vielfalt in Ditzingen sichtbar(er) zu machen, hatten wir zu einer Buchspendenaktion aufgerufen. Ditzinger Bürger*innen waren eingeladen, Bücher für die Bibliothek in Ditzingen zu spenden, in denen Themen wie Regenbogenfamilie, Transidentität und Homosexualität kindgerecht vermittelt werden, bzw. in denen sich Jugendliche über dieses Themen informieren können.

Zu unserer großen Freude wurde unsere Aktion gut aufgenommen und es wurden insgesamt 17 Bücher für diesen Zweck gespendet. Diese haben inzwischen alle den Weg in die Stadtbibliothek gefunden und warten nun darauf, von möglichst vielen Kindern und Jugendlichen gelesen zu werden.

Die Idee zu dieser Spendenaktion entstand durch das Buch „Das schönste Kleid der Welt“ von Holger Edmaier (Text) und Kai D. Jannik (Illustrationen), herausgegeben von der queeren Menschenrechtsorganisation Projekt 100% MENSCH aus Stuttgart.

Das Buch erzählt die Geschichte von Anna, die von allen „Paul“ genannt wird, weil niemand weiß, dass sie ein Mädchen ist. Das Nachwort zu diesem Buch schrieb Tessa Ganserer, die neben Nyke Slawik, seit 2021 die erste trans* Frau im Deutschen Bundestag ist. Dem Nachwort ist zu entnehmen, dass Tessa Ganserer sich in ihrer Kindheit mehr noch als ein schönes Kleid, ein solches Buch gewünscht hätte. So kam es zu der Idee, dass in den Ditzingen Bibliotheken so viele queere Kinderbücher geben sollte, dass Kinder dort zufällig auf ein Buch stoßen können, das geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in einem Bild oder einem Satz beinhaltet oder sogar ganz zum Thema hat. So können queere Kinder frühzeitig erfahren, dass sie mit ihren Gefühlen und Gedanken nicht alleine sind. Diesem Ziel sind wir mit der Spendenaktion ein gutes Stück näher gekommen!

Wir bedanken uns bei den Mitarbeiter*innen der Stadtbibliothek, die uns bei der Auswahl der Bücher und der gesamten Umsetzung unterstützt haben. Ebenso bedanken möchten wir uns bei allen Spender*innen für ihre großzügigen Spenden.
Simone Rathfelder

 


Denn der Platz am Laien füllte sich mit Menschen, die sich zu einer Kette zusammenfanden und, mit Abstand und Masken, symbolisch einen Ring ums Rathaus schlossen. Sämtliche politischen Richtungen aus dem Ditzinger Gemeinderat und auch die Ortschaftsräte waren präsent. Ein unmissverständliches Signal der Solidarität: Gemeinsam werden wir mit der Pandemie fertigwerden. Diese Solidarität lässt sich übrigens bestens mit Selbstschutz verbinden. Denn die Impfung schützt zuallererst die Geimpften. Dagegen schützt das Ungeimpftsein offenbar nicht davor, sich politisch vereinnahmen zu lassen – von Leuten, denen es um ganz anderes geht als um Virologie. Augen auf und impfen lassen!

Ulrich Steller 
26. 01. 2022

 


Zu gut für die Tonne – Foodsharing in Ditzingen

Weltweit werden jedes Jahr 2,5 Milliarden Tonnen an Lebensmitteln ungegessen entsorgt. Auch in Deutschland ist die Lebensmittelverschwendung ein großes Problem: 313 kg Lebensmittel werden pro Sekunde allein in Deutschland entsorgt (Quelle: WWF – magazin 01/2022). Dabei findet die Verschwendung überall statt: bei Anbau, Ernte, Weiterverarbeitung, Verkauf, aber auch bei uns Endverbrauchern. Eine Studie aus dem Jahr 2020 zur systematischen Erfassung des Lebensmittelabfalls der privaten Haushalte in Deutschland erbrachten, dass innerhalb von 14 Tagen über 80 Prozent der Haushalte Lebensmittel entsorgte, die noch verwendbar gewesen wären. Was können wir tun? Beispielsweise Einkäufe und Lagerung bewusst planen, nicht zu viel einkaufen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum richtig verstehen, es ist kein Verfalls- oder Mülldatum. Oft sind Lebensmittel noch weit über das MHD hinaus einwandfrei, hygienisch, essbar und trinkbar. Oder, jetzt neu in Ditzingen: Foodsharing. In Hirschlanden finden Sie auf dem Gelände der katholischen Kirche (Schwabstr. 15) den Fair-Teiler, mit dessen Hilfe aktiv etwas gegen Lebensmittelverschwendung getan wird.

Der Fair-Teiler ist ein Schrank, der mit zu rettenden Lebensmitteln gefüllt wird. Er ist offen für alle, die einen Beitrag zur Rettung von Lebensmitteln leisten wollen. Sie können in den Schrank Lebensmittel einstellen, die sie selbst nicht mehr essen wollen oder Lebensmittel aus dem Fair-Teiler nehmen. Die meisten Lebensmittel wurden von Foodsavern bei Supermärkten und Bäckereien abgeholt und können in der Regel nicht mehr verkauft werden – sind aber noch essbar.
Der Fair-Teiler ist eine sehr gute Möglichkeit, um etwas gegen die Verschwendung im eigenen Haushalt und in Lebensmittelunternehmen zu tun. Sie können den Fair-Teiler jederzeit aufsuchen. Auch gibt es eine Whatsapp-Gruppe, in der Sie darüber informiert werden, wenn der Fair-Teiler von Foodsavern aufgefüllt wurde. Schreiben Sie eine E-Mail an simone.rathfelder@ditzingen.de, wenn Sie in diese Gruppe aufgenommen werden möchten. Hören wir auf Lebensmitteln zu verschwenden, beginnen wir Lebensmittel zu retten!

Simone Rathfelder


Die Haushaltsrede 2021 der Ditzinger Grünen zum Haushaltentwurf 2022 als Download


Mach mit! Spendenaktion für Vielfalt in den Kinderbuchregalen

Die Menschen in dieser Welt sind vielfältig und bunt. Nicht immer wird dies in unserer Gesellschaft so spürbar, denn das Erleben, Fühlen und Verhalten der Mehrheit wird als „normal“ erlebt – Abweichungen davon als „unnormal“.  Angehörige von Minderheiten bekommen dann das Gefühl, anders zu sein, nicht dazuzugehören, eben nicht „normal“ zu sein. Dies mag ein Grund dafür sein, dass schwule, lesbische, bi, transgender oder intersexuelle (LGBTIQ+-) Jugendliche im erhöhten Maße von Mobbing und mangelnder Akzeptanz in ihren Familien betroffen sind. Deshalb ist es gerade für diesen queeren Kinder und Jugendliche wichtig, sich in den Medien, der Schule, Politik, Arbeit und allgemein in der Öffentlichkeit repräsentiert zu sehen. So wird für sie spürbar, dass sie nicht alleine, sondern eine*r von vielen und Teil einer Gemeinschaft sind. Sie fühlen sich in der eigenen Identität bestärkt.

 

Diesen Prozess möchten wir mit voranbringen. Mit einer großen Buchspendenaktion möchten wir dazu beitragen, dass die vorhandene Vielfalt auch hier in Ditzingen sichtbar(er) gemacht wird. Dazu möchten wir der Bibliothek in Ditzingen und den Stadtteilbibliotheken Bücher spenden, in denen Themen wie Regenbogenfamilie, Transidentität und Homosexualität kindgerecht vermittelt werden, bzw. sich Jugendliche informieren können. Aber nicht nur queere Kinder und Jugendliche können davon profitieren, zu erkennen, dass unsere Gesellschaft vielfältig ist. Zu lernen, dass es anderes Fühlen und Erleben gibt, als das eigene, ist ein Gewinn für jede*n.

Deshalb unsere Bitte: unterstützen auch Sie diese Aktion und spenden Sie ein Buch – als Zeichen der Toleranz, Akzeptanz und der Solidarität. Wenn Sie ein Buch spenden möchten – der Preis für ein Kinderbuch beträgt in der Regel zwischen 10 und 15 Euro-, senden Sie bitte eine Email an: vielfalt.ditzingen@gmail.com. Hier erhalten Sie weitergehende Informationen zum Ablauf. Bei Fragen/ Anregungen zur Aktion kontaktieren Sie bitte ebenfalls die genannte Email-Adresse.

Simone Rathfelder



Grüner Antrag: Sicherheit im Radverkehr

Mit einem Antrag im Gemeinderat hat die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen ein Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit im Radverkehr auf den Weg gebracht. Der Anfang war „bodennah“: Mit Hilfe der Aktion „Radlerauge“ und viel Unterstützung von Ditzinger Radfahrerinnen und Radfahrern hatten wir zunächst Schlaglöcher, und sonstige Gefahrenstellen dokumentiert. Die Stadtverwaltung hat diese Liste erfreulicherweise aufgegriffen und inzwischen soweit wie möglich abgearbeitet. Das ist die erste gute Nachricht – und einen Dank an Verwaltung und Betriebshof wert!

Ulrich Steller, 21.10. 2021

Unser Anliegen ging und geht aber noch weiter. Über die Sofortmaßnahmen hinaus braucht Ditzingen ein Programm zur Instandhaltung der Radverbindungen, innerorts und zu den Teilorten. Für Radverbindungen soll künftig, wie schon längst für Feldwege, gelten: Jährlich prüfen und sanieren! Unser Antrag (TU2021/133) wurde jetzt im Gemeinderat am 12. Oktober 2021 einstimmig angenommen. Ein guter Schritt zur Verbesserung des Radverkehrs – dem aus unserer Sicht weitere, beherztere folgen müssen, für mehr umweltfreundliche Mobilität in Ditzingen. Wir werden diesen Prozess auch künftig engagiert begleiten und freuen uns über alle Unterstützung: von der Stadtverwaltung, aus den Fraktionen und nicht zuletzt von allen Ditzinger Radlerinnen und Radlern!

21. 10. 2021, Ulrich Steller


Unsere Bundestagskandidatin Sandra Detzer am Wahlstand in Ditzingen

Von Ludwigsburg an die Enz

Politische Radrunde mit Sandra Detzer: In drei Etappen hat unsere Bundestagskandidatin den Wahlkreis per Fahrrad durchquert. Am 30. Juli ging es sonnig und bester Laune nach Vaihingen.

LudwigsburgStart an der Musikhalle

SchwieberdingenSchlosshof mit Brunnen, idealer Rastplatz vor dem Anstieg nach …

HemmingenEntspannte Gespräche im Schatten der Bibliothek

Hochdorf– Verschnaufen beim Fürstengrabhügel, Mittagspause, Keltenmuseum

EnzweihingenNach der herrlichen Abfahrt ins Enztal gleich weiter Richtung …

Vaihingen (Enz) – Rundgang mit Citymanagerin, Ausklang im Biergarten.

Unterwegs warteten – Wahlkampf bleibt Wahlkampf – einige Steigungen und Schotterstrecken auf uns, einmal versperrte ein Laster den Weg. Die Kandidatin diskutierte auch nach 30 heißen Kilometern noch voller Energie und stellte sich den Fragen. Vielen Dank an die Aktiven und besonders an alle, die uns unterwegs so nett bewirtet haben!

Mehr über unsere Bundestags-Kandidatin Sandra Detzer:

www.instagram.com/sandra_detzer/

www.sandra-detzer.de

(Ulrich Steller, 17. 08. 2021)


Stadtradeln 2021 – die Premiere in Grün

Es war gesund, es hat Spaß gemacht, und es hat um sich gegriffen: Obgleich erst dieses Jahr frisch gegründet, trat das Grüne Team mit 24 aktiven Radlerinnen und Radlern an und war damit vom Start weg die zweitstärkste Gruppe in Ditzingen. Mehr noch, nach drei Wochen zeigte der Zähler 6.640 Teamkilometer. Damit dürfen wir uns gewissermaßen ganz oben aufs Treppchen stellen, und zusammen haben wir fast eine Tonne CO2 eingespart. Glückwunsch an das ganze Team, danke an jede(n) Einzelne(n) fürs Mitfahren und für den – teils äußerst sportlichen – Einsatz, bei jedem Wetter!

Doch die Aktion vom 1. bis 21. Juli hat noch viel mehr eingebracht: Das Stadtradeln hat die Zahl der Radlerinnen und Radler auf Ditzinger Straßen und Wegen erneut sichtbar ansteigen lassen. Radfahrerinnen und Radfahrer sind präsenter denn je! Gerade dadurch hat die Aktion allerdings auch vielen vor Augen geführt: In Ditzingen gibt es viel zu wenige radgerechte Straßen, dafür etliche Gefahrenstellen und Hindernisse überall im Stadtgebiet. Radwege, Aufstellflächen, sichere Kreuzungen? Ditzingen muss dringend aufholen und fahrradfreundlicher werden; dafür werden wir uns weiterhin mit Nachdruck einsetzen. Denn nur dann nutzen mehr Menschen das Rad im Alltag gerne und selbstverständlich – zum echten Stadtradeln, rund ums Jahr. Zum Schluss ein Kompliment an alle Ditzinger Teams: Mit gemeinsamen 38.607 Kilometern haben wir beinahe den Planeten umrundet. Nächstes Mal schaffen wir es!

(Ulrich Steller, 19. August 2021)

Artenvielfalt? Ja, gerne! Aber wie…?

Am 22. Mai 2021 war der „Internationale Tag zur Erhaltung der Artenvielfalt“. Artenvielfalt, auch Artendiversität genannt, ist ein Maß für die Vielfalt der biologischen Arten innerhalb eines Lebensraumes oder geographischen Gebietes. Also ein Maß für die Vielfalt von Pflanzen und Lebewesen. Leider nimmt diese Vielfalt immer mehr ab. Laut dem Bericht des Weltbiodiversitätsrates von 2019 ist innerhalb der bisher ausreichend untersuchten Tier- und Pflanzengruppen durchschnittlich jede vierte Art vom Aussterben bedroht. Diese alarmierende Zahl macht eindringlich klar, dass etwas passieren muss, um dieses Artensterben zu stoppen.

Auf unseren Antrag hin trat Ditzingen dieses Jahr dem Landschaftserhaltungsverband (LEV) bei. Ein guter und wichtiger Schritt zum Erhalt der Artenvielfalt. Denn Ziel des LEVs ist die Erhaltung und Entwicklung gerade der Kulturlandschaften, die eine besondere Rolle für die biologische Vielfalt spielen.

Betrachten wir zum Beispiel den Themenkomplex der Biotope: Früher waren Wälder, Wiesen und Felder großräumig miteinander verbunden. Durch den Straßen- und Siedlungsbau sowie die Intensivierung der Landwirtschaft werden Grünflächen immer seltener. Schwierig ist hier, dass die vorhandenen Biotope nicht nur in ihrer Fläche reduziert, sondern auch in isolierte Einzelteile zerlegt werden. Diese kleinen Biotopinseln sind natürlich viel störanfälliger für äußere Einflüsse. Durch die Isolation ist der Austausch von Individuen schwerer möglich, was zu einer genetischen Verarmung führt. Für manche Arten sind die heutigen Biotope auch schlichtweg zu klein.

Weiterhin gehen gesamtökologische Zusammenhänge durch diese Isolierung verloren. Ursprünglich waren viele Biotoptypen ineinander verzahnt und wiesen vielfältige funktionelle Abhängigkeiten auf. Erst diese Biotopkomplexe ermöglichen vielen Arten die Erfüllung all ihrer Lebensraumansprüche.

Diese Gedanken machen klar, wie wichtig es ist, in größeren Zusammenhängen zu denken. Eine Lösung zum Erhalt bzw. der Wiedererrichtung von Biotopkomplexen kann ein landesweites, übergreifendes Biotopsystem sein, in dem Tiere und Pflanzen in einem engmaschigen Netz miteinander verknüpft sind. Für ein solch übergreifendes Biotopsystem, das weit über unsere Gemeindegrenzen hinausgeht,  braucht es eine gute kommunale Vernetzung und Absprache. Der LEV bietet gerade dieses Know-how und leistet die notwendige Beratung. Weiterhin organisiert er die anschließende praktische Umsetzung von Maßnahmen. Andere Themenkomplexe, die in Kooperation mit dem LEV bearbeitet werden können sind z.B. der Erhalt von Streuobstwiesen, Renaturierung und die Offenhaltung der Kulturlandschaft.

Wir glauben, dass Ditzingen mit dem Eintritt in den LEV einen wichtigen Schritt zum Erhalt der Artenvielfalt unternommen hat. Wir freuen uns über den Eintritt und auf die daraus entstehende hoffentlich fruchtbare und artenerhaltende Zusammenarbeit.
(Simone Rathfelder)


Unsere Wälder – unser Klima – unsere Zukunft

Am 25.04.2021 war der Tag des Baumes. Anlass für uns, einmal danach zu schauen, wie es denn dem Baum hier bei uns in Ditzingen geht. Konkret, wie es denn um unsere Wälder bestellt ist. Auskunft dazu gab uns unser Revierleiter Steffen Frank.

Früher hatten wir in unserer Region nahezu ideale Verhältnisse für die Bäume. Besonders die Buche fühlte sich in der Region sehr wohl und gedieh prächtig. Inzwischen hat sich das geändert. Während wir Menschen die heißen und langen Sommertage vielleicht genießen können, leiden die Bäume darunter, denn es ist deutlich zu trocken. Ist ein Baum jedoch einmal ausgetrocknet, hat er bleibende Schäden und muss, zur Gewährung der Sicherheit von Waldbesuchern und -arbeitern, in der Regel gefällt werden. Dies führte dazu, dass in den letzten beiden Jahren statt der geplanten 1500 Festmeter Wald jeweils die doppelte Menge, also 3000 Festmeter eingeschlagen werden mussten. Unter diesen 3000 Festmetern befand sich kein einziger gesunder Baum. Man kann es leider nicht anders sagen – der Klimawandel ist in Ditzingen angekommen und hinterlässt seine Spuren.

Natürlich reagiert man im Forstamt auf die Trockenheit und hat begonnen, andere Baumarten, wie zum Beispiel die Traubeneiche vermehrt zu pflanzen. Die Traubeneiche ist hitzeresistenter und äußerst sturmfest. Es wird mehr als 100 Jahre dauern, bis diese heute gepflanzten Bäume reif für den Holzeinschlag sind. Dabei ist es fraglich, ob wir in 100 Jahren überhaupt noch einen Wald haben werden, sollte die Klimaerwärmung und damit der Temperaturanstieg so weitergehen. Doch gerade die Bäume könnten auch Teil der Lösung sein, denn sie binden das CO2, das die Bäume bei der Photosynthese aus dem Kohlendioxid der Luft gewinnen. Hier könnte eine weitere Erhöhung der Waldanteile durch zusätzliche Flächen helfen.

Um den Bäumen in unseren Wäldern zu helfen, können wir die Baumartenzusammensetzung entsprechend ändern. Wichtig für eine grundsätzliche und langfristige Hilfe ist es aber, gegen die eigentliche Ursache des Problems vorzugehen: die Klimaveränderung. Jede*r Bürger*in kann etwas dafür tun, dass unsere Natur und damit unsere Bäume geschützt werden. Auf kommunaler Ebene setzen wir Grüne uns dafür ein, dass der Klimawandel gestoppt wird, indem wir zum Beispiel die Verkehrswende weiter vorantreiben. So machen wir uns stark für den weiteren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Ditzingen und den Stadtteilen. Unser erklärtes Ziel ist, dass Ditzingen ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit wird und wir so einen Beitrag zum Erhalt unserer Bäume und damit unserer Zukunft leisten.

Simone Rathfelder


Ditzingen: Paradies für Fußgänger und Radler?

Diesel, Eco-Super oder Stromer? „Die Mobilitätswende darf nicht einfach nur eine Antriebswende sein“, so der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann auf dem Landesparteitag der Grünen. Die Richtung ist vielmehr diese: Bis 2030 soll der Fußverkehr 30%, der Radverkehr 20% des Gesamtverkehrs ausmachen in unserem Land. Wenn die Mobilitätswende zum Erfolg führen soll, wenn wir dieses Ziel erreichen wollen, müssen auch in Ditzingen die Voraussetzungen für einen attraktiven Fuß- und Radverkehr geschaffen werden. Zufahrten dürfen nicht durch Fahrzeuge und Anhänger zugeparkt und für andere Verkehrsteilnehmer zu Gefahrenquellen werden. Schon kleine Maßnahmen können die Sicherheit von Fußgängern und Radlern wirksam erhöhen: ein paar Straßenmarkierungen sowie, wo es nötig ist, Verbotsschilder und Kontrollen.

Nützlich ist immer ein Blick über den Tellerrand. In anderen Städten und Gemeinden finden sich gelegentlich Lösungen, die uns in Ditzingen weiterhelfen könnten. Für die Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs setzen wir Grünen uns seit Langem ein. Wir bauen darauf, in der Verwaltung und bei den anderen Fraktionen Mitstreiter zu finden, die den Schritt mittragen, vorhandenen Straßenraum gerechter zu verteilen – zugunsten von attraktiven Fußgängerbereichen und gefahrlosen Radverbindungen!

(25. 01. 2021, Ulrike Sautter, Ulrich Steller)


Haushaltsrede zum Haushaltsentwurf 2021

Haushaltsrede 2020 zum Haushaltentwurf 2021 – Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen Ditzingen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Makurath,
liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat,

liebes Team der Verwaltung, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

vor einem Jahr haben wir Grünen uns in unserer Haushaltsrede zwei Dinge gewünscht: mehr Geld – und mehr Mut. Wir hätten uns außerdem weniger Infektionen wünschen sollen. Doch schon damals, als noch niemand etwas von der Pandemie ahnte, sah es so aus, als sei nicht nur das Ditzinger Geld eine knappe Ressource, sondern auch der Ditzinger Mut. Wie steht es heute damit? Versuchen wir einen Kassensturz zu machen. Ich möchte dabei auch die knappste Ressource von allen schonen: die Zeit. Ich werde mich kurz fassen.

Die Frage nach dem Geld beantwortet sich mit dem Haushaltsentwurf 2021 deutlicher als vor einem Jahr.
Nicht nur, aber auch wegen Corona sinken die Erträge, und nicht nur, aber auch wegen Corona steigen die Ausgaben: Als Folge fehlen uns beim ordentlichen Ergebnis rund 5,8 Millionen Euro. Wir geraten definitiv weiter in die Verschuldung, wir machen einen Sprung abwärts auf minus 20,8 Millionen – statt der erwarteten 12,8 Millionen. Auf der Seite der Erträge zeigen sich Einbußen vor allem bei den Steuereinnahmen, sie brechen um fast zehn Millionen Euro ein. Die Personalaufwendungen dagegen, der Großteil für die Kinderbetreuung, steigen um mehr als dreieinhalb Millionen, um fast 12 Prozent. Ansonsten sieht der Haushalt – angesichts der Krisenzeit – erstaunlich normal aus. Darin stecken ebenso gute Nachrichten wie schlechte.

Eine gute Nachricht ist, dass trotz allem noch etwas Geld bleibt für wichtige Dinge. So kommen wir bei der Schaffung von Wohnraum im gesamten Stadtgebiet voran, wenn auch noch nicht im gewünschten Tempo. Beispielsweise an der Höfinger Straße, am Korntaler Weg, beim Johanneshaus, an der Südspitze von Heimerdingen und in Hirschlanden – überall zahlen sich auch Vorleistungen für die Stadtentwicklung aus. Für 2021 ist die Bauleitplanung erneut mit 890.000 Euro angesetzt, das ist kein ganz kleiner Posten.

Eine schlechte Nachricht ist, dass wir in Ditzingen – wie überall – mit unsicheren Perspektiven leben. Wir bekämpfen die Pandemie mit viel städtischem Geld – Geld für Schutzmaßnahmen, für den Ordnungsdienst, Geld für die große Stadthalle, wo sonst der kleinere Saal genügt. Das alles ist nötig, es wird noch eine Weile lang nötig bleiben. Nachhaltig ist es schon deswegen nicht, weil die für uns so lebenswichtigen Zuwendungen von Land und Bund nicht unbegrenzt fließen werden. Wie immer also eine Normalisierung durch Impfstoffe aussehen wird – wir tun gut daran, uns für die kommenden Jahre auf das Modell knappe Kasse einzustellen. Die Finanzplanung rechnet damit, dass die Defizite ab 2022 Jahr um Jahr geringer ausfallen. Doch in jeder Finanzplanung steckt, wie wir wissen, auch ein Stück Wettervorhersage: Sie ist nützlich, aber sie trifft nicht immer zu.

Daher werden wir künftig noch genauer hinschauen müssen, was wir uns leisten wollen und was nicht. Woran wir auch in Zukunft nicht sparen wollen, das wissen wir schon: An der Ausstattung der Schulen und Kindergärten. Denn es ist ebenso vernünftig, in neue Fachräume und Klassenzimmer in der Glemsaue zu investieren wie in die neue Konrad-Kocher-Schule oder den Schöckinger Kindergarten Brechloch. Wir werden aber nicht umhinkommen, künftig überall stärker auf Kostendeckung zu achten. Und wir sollten mehr Mut haben, verzichtbare Dinge ernsthaft auf den Prüfstand zu stellen. Sofort wird die Gegenfrage laut, was heißt denn verzichtbar? Ich will es wagen, eine Faustformel vorzuschlagen: Zu den Kernaufgaben gehört, was Ditzingen zu einer Stadt der Zukunft macht. Anderes, das wir uns aus Bequemlichkeit wünschen oder als Schmuck schätzen, ist bei niedrigem Kassenstand verzichtbar. Das muss für Serviceleistungen künftig ebenso gelten wie für Marketing-Aktivitäten und auch für Personalaufwendungen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Eine weitere schlechte Nachricht ist, dass es die Pandemie geschafft hat, brennend wichtige andere Themen in den Hintergrund zu drängen. Jede Krise bringt auch Chancen, heißt es. Wo sind diese Chancen? Die Pandemie hat unsere Lebensroutine gründlich durcheinandergebracht – aber nur in Bezug auf den Kampf gegen das Virus. Alles Übrige läuft in den eingefahrenen Gewohnheiten weiter. Mobilitätswende? Energiewende? Verkehrswende? Wir brauchen vor allem eine Gedankenwende.

Zum Beispiel beim Klima: Wir investieren in den Hochwasserschutz. Wir beseitigen Klimaschäden; 30.000 Euro kostet das Ersetzen von hitzegeschädigten Straßenbäumen. Mit Hochwasserschutz und „Klimabäumen“ kurieren wir aber nur Symptome. Wir müssen auch aktiv mehr für das Klima selbst tun! Würden wir gegen die Gefahren der Klima- und Umweltkrise ähnlich energisch vorgehen wie gegen Corona, so ließe sich etwas bewegen. Wir brauchen Klimaschutz trotz knapper Kassen, und wo das Geld knapp ist, müssen wir uns mit mehr Mut behelfen. Dazu nur drei Beispiele: Dachbegrünung festzulegen ist das eine, die vorgeschriebene Erhaltung zu prüfen wäre fürs Klima nicht weniger hilfreich. Den Radverkehr könnte man mit geringen Mitteln beherzt fördern – ein Start wäre es, mit frischer Farbe längst vorhandene Ideen auf die Straße zu bringen. Und billiger als ein Interimsparkplatz – der jetzt einfach bestehenbleibt – wäre es gewesen, die Wiese bei der Wilhelmschule wachsen zu lassen.

Genau in diesem Sinne möchte ich mit einem Lichtblick schließen: Wir haben nach langer Wartezeit die von uns geforderte Stelle der Klimaschutzmanagerin besetzen können. Wir können jetzt Klimathemen besser anpacken, quer zu allen Einzelmaßnahmen und Ressorts.

Was lässt sich mit weniger Mitteln und mit mehr Mut bewegen? Mein großer Wunsch fürs kommende Jahr ist, dass wir diese Frage gemeinsam anpacken. Mehr Geld wünsche ich uns natürlich trotzdem auch.

Zum Abschluss danken wir Patrick Maier mit seinem Team und der ganzen Verwaltung für die Vorarbeit. Meine Damen und Herren, die Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen hat dem Haushaltsentwurf 2021 mit den beschlossenen Änderungen zugestimmt. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Für die Fraktion von
Bündnis 90 / Die Grünen
Ulrich Steller, 15. Dezember 2020

 

Die Haushaltsrede 2020 zum Haushaltsentwurf 2021 als Pdf-Datei


Aktion Radlerauge

Gegenwind, Steigungen und Regen sind Schicksal. Wer Rad fährt, muss das in Kauf nehmen. Aber anderes nicht, insbesondere keine Mängel auf der Fahrbahn. Denn Schlaglöcher kann man reparieren, Kanten lassen sich absenken, Straßenschäden gehören beseitigt.

Daher starten wir jetzt die Aktion Radlerauge. Im ersten Schritt möchten wir Schäden und kritische Punkte zusammentragen – Stellen, wo es rumpelt, wo es hakt und klemmt, in der Kernstadt ebenso wie in Hirschlanden, Schöckingen und Heimerdingen. Stellen, an denen Radlerinnen und Radler gefährdet werden, und die sich idealerweise leicht entschärfen lassen. Denn Ditzingen muss endlich fürs Radfahren sicherer und attraktiver werden. Unsere Bitte lautet also: Liebe Ditzinger Radlerinnen und Radler, Augen auf! Wer hat „gute“ Problemstellen entdeckt? Am besten mit genauer Ortsangabe per Mail an radlerauge@gruene-ditzingen.de. Alle Zuschriften behandeln wir selbstverständlich vertraulich entsprechend der DSGVO. Vielen Dank fürs Mitmachen! Wir sind gespannt, wir sammeln und werden uns für Verbesserungen einsetzen.

(01. 07. 2020, Ulrich Steller)

500.000 Euro für Radverbindung Ditzingen-Leonberg

Großbiotop für Ditzingen?

Artenschutz ist ohne Frage dringender denn je. Ein Beitrag auf Ditzinger Gemarkung wäre mehr als wünschenswert! Aber wird uns der Vorstoß der CDU (TU2020/010) dabei voranbringen? Gemäß deren Auftrag sucht die Stadtverwaltung jetzt nach einem passenden Ort fürs „Großflächenbiotop“. Einen Hinweis, wo denn Großflächen für Biotope zu finden sein könnten, gibt die CDU allerdings nicht. Nun sucht die Stadt ja bereits seit Langem nach Ausgleichsflächen, mit Blick auf neue Ökopunkte. Doch selbst kleinere Maßnahmen sind nicht ganz einfach zu realisieren, wie wir seit Jahren wissen. Derweil verbrauchen und überbauen wir weiterhin Flächen, wir verdichten, wir erschließen Baugebiete. Es ist vor diesem Hintergrund alarmierend, dass neue Vorhaben stark dahin tendieren, verfügbare Grundstücke zu 100% zu überbauen. Als Konsequenz befindet sich das innerstädtische Grün auf dem Rückzug. Parkplätze ersetzen gelegentlich Pflanzplätze (Autenstraße), umgekehrt nicht. Unser Mikroklima leidet an jeder Straßenecke und mit jedem Neubau, Arten werden verdrängt. Diesen Schwund gilt es zu bremsen – doch dabei wird uns kein Großbiotop helfen. Das ist das eine.

Das andere ist, und damit kommen wir zu einer guten Nachricht: Es gibt keine wie behauptet „ineffizienten“ biodiversen Flächen. Im Gegenteil zählt gerade in unserer dicht besiedelten Region jeder einzelne Baum, jeder Balkonkasten, jedes Gartenbeet und jeder Pflanztrog. Je zentraler, desto besser für die Stadt und ihre Bewohner, ob Mensch, Tier oder Pflanze. Es zählt jedes begrünte Dach (wenn es denn gepflegt wird und grün bleibt). Wollen wir in Ditzingen wirklich die Biodiversität und das Klima schützen? Dann müssen wir Prioritäten setzen, aber wir dürfen auch keine Maßnahme als zu gering abtun. Unrealistisch, zu aufwändig? Im Gegenteil. Die Folgen des Klimawandels werden um so teurer, je länger wir abwarten. Ausgestorbene Arten kehren nicht zurück. Laden wir sie lieber ein, zu bleiben: Kleine Biotope sind viel besser als keine Biotope. Nach einem großen können wir trotzdem fahnden – nur taugt es nicht als Allheilmittel, und es darf uns nicht von anderen wichtigen Dingen ablenken.
(Ulrich Steller)


Der Gesundheit zuliebe: Abstand halten

Es gibt auch in diesen Zeiten ein paar gute Nachrichten. Wer gerne radelt, erfährt jetzt, Radeln ist gesünder denn je. Gut für die Fitness, gut für die Lungen! Besonders gut auch für die Seele. Denn der Frühling ist auf der ganzen Ditzinger Gemarkung im Gange, und mit dem Rad kann man ihn selbst da genießen, wo man zu Fuß nicht so schnell hinkommt. Wobei die Abstandsregel selbstverständlich auch unterwegs gilt, gegenüber Fußgängern ebenso wie unter Radlern. Denn Abstand ist gesund, das wissen Radlerinnen und Radler längst aus dem Straßenverkehr.
Daher kommt eine weitere gute Nachricht aus der Gartenstraße: Sie ist trotz Viruskrise fertiggestellt, inklusive der neuen Radschutzstreifen in Richtung Kreisverkehr. Ein Dankeschön an alle, die daran mitgewirkt haben! Dazu passt die seit Februar in Kraft getretene Novelle der Straßenverkehrsordnung, die übrigens auf eine Initiative unseres grünen baden-württembergischen Verkehrsministeriums zurückgeht. Neuerungen, unter anderem: Auf Schutzstreifen für den Radverkehr darf nicht mehr gehalten werden (geparkt sowieso nicht). Beim Überholen sind künftig innerorts 1,5 m Abstand einzuhalten, außerorts 2,0 m – leicht zu merken, genau wie zum Schutz gegen das Virus. Wir wünschen allen Ditzingerinnen und Ditzingern trotz der aktuellen Beschränkungen eine gesunde und schöne Osterzeit!

 

(05. 04. 2020, Ulrich Steller)


Indien-Film im Bürgersaal

Wie lebt es sich als Frau in Indien, heute? Shammi Singh ist in Ditzingen aufgewachsen, als Sohn einer deutschen Mutter und eines indischen Vaters. Er sei oft nach der Situation der Frauen in Indien gefragt worden, erzählt er; man habe bei uns in Deutschland und im Westen allerdings noch immer recht einseitige Vorstellungen. Shammi Singh hat das zum Anlass für eine Reise genommen und in Indien vor Ort recherchiert, um ein differenzierteres Bild zu zeichnen. Das Ergebnis ist ein beeindruckender, komplett selbst produzierter Dokumentarfilm: WOMEN'S VOICE – INDIA'S CHOICE. Auf Einladung der Ditzinger Grünen hat er ihn am vergangenen Samstag im gut besuchten Bürgersaal gezeigt.

Zu sehen gab es, neben aufschlussreichen Interviews, intensive Einblicke in die Vielfalt des Alltags in Indien – in erfrischend authentischen, anregenden Bildern und unterlegt mit stimmungsvoller Musik. Der Film ebenso wie das anschließende lebhafte Gespräch mit dem interessierten Publikum haben neugierig gemacht: Wohin führen die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem riesigen Land? Wie geht es indischen Frauen in fünf oder zehn Jahren? Nicht zuletzt, wird es eine Fortsetzung des Filmprojekts geben? Shammi Singh denkt bereits über Finanzierungs-Optionen nach. Wir dürfen gespannt sein! Mehr zum Film unter www.womensvoiceindia.com/de

Ulrich Steller, 04. 02. 2020

 

 

Mehr zum Film und zum Regisseur: Hier als PDF


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