Die Grünen in Ditzingen

Zweite Ditzinger Radrunde: Heimerdingen

 

 

Die erste Radrunde 2014 durch die Kernstadt hat sehr konkrete, positive Ergebnisse gebracht. Viele Anregungen sind inzwischen Teil der Verkehrsplanung und sollen Schritt für Schritt das Radfahren in Ditzingen sicherer und attraktiver machen. Wie vorgesehen haben wir die Runde nun fortgesetzt: Auf Einladung der Grünen schwangen sich am 20. Juni auch Vertreter von CDU und SPD zusammen mit Oberbürgermeister Michael Makurath in den Sattel. Auf der Rundfahrt durch Heimerdingen haben wir uns an ausgewählten Stationen gefragt: Was müsste, was könnte verbessert werden? Gefahrlose Ortsdurchfahrt, Lückenschluss nach Rutesheim, Abstellplätze, marode Beläge am Fußgängerübergang – Andreas Eifert und Ronald Neubronner hatten einen aufschlussreichen Parcours zusammengestellt.  

Am Start in Heimerdingen: Grüne Radler mit Oberbürgermeister Makurath und Vertretern weiterer Fraktionen (Foto: U. Steller)

Nach gut anderthalb Stunden mit Brezelpause war die Gruppe, um einige Erkenntnisse reicher, wieder am Heimerdinger Rathaus angelangt. Hier warteten noch Überraschungen: Erstens ein Quiz mit weiteren Einsichten – beispielsweise der, dass es in diesem Teilort praktisch keine Radwegweiser und nur wenige radfahrende Kinder gibt. Die zweite, nettere Überraschung: Ein Teilnehmer lud alle Radler in seinen bekannten Heimerdinger Mostbesen ein. Dort klang die Runde angeregt aus, während wir den neuen lärmoptimierten Asphalt der Hemminger Straße aus der Nähe erleben konnten. Herzlichen Dank an alle, die mitgeradelt sind! (Ulrich Steller, 27. 06. 2015)

Radrunde 2015, Heimerdingen (Foto: U. Steller)
Radrunde 2015, Heimerdingen (Foto: U. Steller)

Download: Radrunde.2015_www.Gruene-Ditzingen.de.pdf


Erste Ditzinger Radrunde

 

Auf Einladung der Grünen schwangen sich am Samstag, 27. 09. 2014 auch Vertreter von CDU, Freien Wählern und SPD zusammen mit Oberbürgermeister Michael Makurath, Bürgermeister Ulrich Bahmer und dem OB-Referenten Guido Braun in den Sattel. Auf dem Programm stand eine Stadtführung der besonderen Art: aus Radlersicht. Wo holpert es, was müsste und könnte verbessert werden? Diese Fragen wollten wir vor Ort asphaltnah diskutieren. Genau deshalb sollte die erste Ditzinger Radrunde im kleinen Kreis stattfinden und war nicht öffentlich. Radexperte Andreas Eifert hatte einen gehaltvollen Parcours durch die Kernstadt entwickelt. An sechs ausgewählten Stationen versorgte er die Teilnehmer mit kundigen Analysen, Lageplänen und Vorschlägen. Seine Themen reichten vom Umgang mit Einbahnstraßen über marode Straßenbeläge und unzulängliche Schilder bis hin zu gefährlichen Querungen, Einmündungen und einem überraschenden, wenn auch stadtbekannten Hindernis: Treppenstufen im Radwanderweg. „Zu Hilfe“ kamen unterwegs viele Ditzinger Verkehrsteilnehmer, die wie auf Bestellung alltägliche Probleme live vorführten.

Ditzinger Radrunde
Prolog am Rathaus: Zur aufschlussreichen Runde durch die Kernstadt starteten Radinteressierte aus vier Fraktionen und das Spitzentrio der Stadtverwaltung (Foto: Ulrich Steller)

Nach etwa anderthalb Stunden war die Runde wieder zurück beim Rathaus. Denn genau hier soll es weitergehen: durch konkrete Maßnahmen, die nach und nach das Radfahren in Ditzingen sicherer und damit attraktiver machen. Anschaulich zeigte diese Radrunde, dass selbst mit kleinen Verbesserungen schon allerhand zu erreichen wäre. Andreas Eifert ist überzeugt: „Mit etwas Farbe und gutem Willen ist viel zu machen“. Den Teilnehmern leuchtete das offensichtlich ein – und lebhafte Gespräche von Lenker zu Lenker machten die kleine Expedition zu einem anregenden Erlebnis. Herzlichen Dank an alle, die mitgeradelt sind! Eine Fortsetzung haben wir fest im Blick. (Ulrich Steller, 28. 09. 2014)


Radverkehrsförderung aktuell

Ditzinger Grüne haben Oberbürgermeister Makurath einen Zustandsbericht über Ditzingens Straßen und Wege aus der Sicht der Radfahrer übergeben. Verfasser ist der Ditzinger Bürger und Radfahrer Andreas Eifert, der die 86-seitige Bestandsaufnahme ehrenamtlich erarbeitet hat. Er stellt sie nun dem Rathauschef und seinem Team unentgeltlich zur Verfügung. Sein Bericht zeigt auf, wo es in für Radler in Ditzingen „klemmt“ – wo also in Stadt und Gemarkung etwas für den sicheren, flüssigen Radverkehr getan werden kann und muss.


Auf dem Boden der Tatsachen: Straßenschäden in der Gerlinger Straße (Foto: Andreas Eifert)

Der fachkundigen Präsentation folgte ein sehr konstruktives Gespräch, in dem sich die Beteiligten einig waren: Die auf professionellem Niveau erstellte, mit aktuellen Fotos und GPS-Daten belegte Dokumentation wird umgehend bei der laufenden Instandsetzung berücksichtigt. Der Oberbürgermeister dankte Andreas Eifert für dessen Engagement und das Angebot, die Verwaltung auch in Zukunft gemeinnützig zu unterstützen. Geplant sei unter anderem, einen AK Rad einzurichten, in dem künftige Maßnahmen vordiskutiert werden.


So schön könnte es sein: Wegweiser nach FGSV (Illustration: Andreas Eifert)


Über die Bestandsaufnahme hinaus erhielt der Oberbürgermeister ein grünes Positionspapier zu der Frage, „Welche Konsequenzen muss die Stadt jetzt ziehen?“ Mit am wichtigsten aus unserer Sicht: die Gefahren rasch beseitigen; Schilder und Wege aus- und nachbessern; nicht zuletzt den Radverkehr bei neuen Projekten von vornherein angemessen berücksichtigen – und so verhindern, dass teure, technisch schlechtere Nachbesserungen erforderlich werden. Klar ist: Für die Radverkehrsförderung in Ditzingen braucht es einen langen Atem. Damit der Stadt nicht „die Luft ausgeht“, überreichte Gemeinderätin Doris Renninger dem Oberbürgermeister eine grüne Fahrradpumpe.

Zusammen mit Herrn Eifert informierte der grüne OV am selben Tag Vertreter der Presse ausführlich über den Zustandbericht, unser Gespräch im Rathaus und unsere grüne Stellungnahme.

(Ulrich Steller, 18. 06. 2013)

Link zur Homepage von Andreas Eifert:

http://eifert01.no-ip.info/radfahreninditzingen.html

 

Downloads:

Positionspapier „Welche Konsequenzen muss die Stadt jetzt ziehen?“ (PDF)
[= gruene-ditzingen_radverkehr_11.06.2013.PDF]

* Artikel aus der StZ / Strohgäu Extra, 13. 06. 2013
* Artikel aus der LKZ, 13. 06. 2013



Rad fahren in Ditzingen

 

(Alle bisher erschienenen Artikel zu diesem Thema gibt´s als pdf-Datei am Ende dieses Artikels)

 

Mit dem Rad unterwegs, in Ditzingen: Geht das? Die spontanen Antworten darauf fallen unterschiedlich aus.

„Am besten außerhalb der Ortsschilder.“

„Rad fahren? Ich brauche kein Fahrrad.“

           „Klar, geht gut – fahr' doch einfach in der Mitte.“

 

Wir behaupten: Die Ditzinger Verkehrsplanung bevorzugt durchgängig das Auto, im inneren Bereich die Fußgänger.

Opt. Täuschung: Das Fahrrad steht in Ditzingen keineswegs im Mittelpunkt (Foto: U. Steller)

 

Zukunftsweisende Verkehrsplanung

 

Was hat das zur Folge? Radfahrer sind, weil die Planung sie vernachlässigt, in unserer Stadt nirgendwo zu Hause. Ihre wenigen „Radwege“ teilen sie mit anderen. Konflikte erscheinen vorprogrammiert. Das Fahrrad ist unattraktiv. Radfahrer werden von anderen weithin als störend empfunden.

 

Doch das muss nicht so bleiben. Wir Grünen möchten das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel in Ditzingen fördern. Ganz im Sinne des Nationalen Radverkehrsplans 2020, der am 1. Januar 2013 in Kraft tritt. Mit ihm schreibt der Bundesverkehrsminister Städten und Gemeinden vor, den Radverkehr zu stärken.

 

Das Rad kommt

 

Wie soll das in Ditzingen aussehen? Geht hier überhaupt (noch) was? Wir meinen, unbedingt! Größere Lösungen wären willkommen, aber schon clevere Einzelmaßnahmen könnten eine Menge bewegen. Und ebenso viele positive Signale setzen: „Der Wille ist da. Das Fahrrad zählt.“

 

 

In der Klemme: Chronischer Engpass am Zebrastreifen Höfinger Straße (Foto: U. Steller)

An Fahrbahnverengungen kommen Radler häufig in Bedrängnis. Denn Autofahrer möchten vorher „g'schwind“ noch vorbei ... Ein rot markierter Radstreifen auf der Fahrbahn würde das Recht des Radlers und die Gefahr psychologisch wirkungsvoll vor Augen führen. Wohlgemerkt ohne den sinnvollen Schutz der Fußgänger an dieser Stelle anzutasten. Wer gelungene Beispiele für dergleichen sucht, braucht nur – am besten mit dem Rad – einmal quer durch unsere Kreisstadt zu fahren.

Ausgebremst: Klare Vorschrift – und zugleich eine Zumutung (Foto: U. Steller)

Fortsetzung folgt!

Radfahren in Ditzingen - alle bisher erschienenen Texte aus dem Ditzinger Anzeiger (PDF: 1,8 MB)